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Notfälle

Bei augenärztlichen Notfällen handelt es sich um ernsthafte Krankheiten oder Verletzung am Auge, die einer unverzüglichen Behandlung und ggf. einer weiteren Abklärung im Spital bedürfen.

Die im Folgenden beschriebenen Symptome geben Hinweise auf einen typischen kinderaugenärztlichen Notfall bei vormals gesunden Kindern. Atypische Fälle sind, wie immer in der Medizin, selten, aber möglich. Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein augenärztlicher Notfall vorliegt, oder nicht sicher sind, ob es sich um einen Notfall handelt, dann rufen Sie uns bitte in unserer Praxis an. Gerne besprechen wir die Situation mit Ihnen und geben Ihnen einen dringenden Untersuchungstermin für Ihr Kind.

Bei einem Notfall, der weiterer Abklärungen bedarf, kontaktieren wir die Kinderärztin / den Kinderarzt Ihres Kindes und arbeiten eng mit den Akut-Spitälern der Stadt Zürich (Augenklinik des UniversitätsSpital Zürich und Kinderspital Zürich) zusammen.

Rotes Auge mit Schmerzen

Ein gerötetes Auge kommt bei Kindern häufig vor. Meist ist eine Bindehautentzündung, etwa durch Erkältungsviren, die Ursache. Wenn jedoch kein eindeutiger Zusammenhang zu einer Erkältung besteht und Zusatzsymptome (wie zum Beispiel eine Beteiligung der Hornhaut oder am Rand der Hornhaut, eine Lidschwellung, Unebenheiten der Bindehaut, Hautausschläge um das Auge mit Bläschenbildung, eine Sehminderung, eine neue Lichtempfindlichkeit oder eine Temperaturerhöhung / Fieber mit Abgeschlagenheit) vorliegen, sollte eine umgehende augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Plötzliches Schielen und neue Doppelbilder

Ein Schielen kann bei Kindern unterschiedliche Ursachen haben. Ein neues Schielen sollte immer dringend orthoptisch und augenärztlich untersucht werden. Selten kann als lebensbedrohliche Ursache eine Veränderung des Augenhintergrundes oder eine neurologische Erkrankung vorliegen, die einer sofortigen Abklärung und Behandlung bedarf.

Plötzliche Sehstörungen

Wenn Ihr Kind über plötzliche Sehstörungen berichtet, können die Ursachen vielfältig sein. Auch harmlose Ursachen sind möglich. Es sollte jedoch eine dringende augenärztliche Untersuchung zum Ausschluss einer Augenerkrankung erfolgen. Manchmal ist eine zusätzliche neuropädiatrische Abklärung nötig.

Kopfschmerzen mit Erbrechen

Liegen Kopfschmerzen mit Erbrechen vor, insbesondere am Morgen oder in der Nacht und ohne Magen-Darm-Infekt, so sollte dies sehr ernst genommen werden und eine dringende kinderärztliche Abklärung erfolgen. Eine augenärztliche Untersuchung ist ebenso sinnvoll, um eine Veränderung des Sehnerven (Papillenschwellung) oder Augenmuskellähmungen als Zeichen einer zentralen Ursache auszuschliessen. Minimale erste solche Veränderungen können meist nur von einem Augenarzt festgestellt werden. Liegen klare Zeichen hierfür vor, nehmen wir umgehend Kontakt mit der neurologischen Abteilung des Kinderspitals Zürich auf, damit eine dringende weitere Abklärung erfolgen kann.

Weiss aufleuchtende Pupille (Leukokorie)

Eine bei Licht weiss aufleuchtende Pupille, eine sogenannte Leukokorie, ist insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern ein Alarmzeichen für eine potentiell lebensbedrohliche Veränderung am Augenhintergrund. Zum Glück kommt eine Leukokorie nur selten vor. Zudem erfolgen im Rahmen der kinderaugenärztlichen Vorsorge Screening-Untersuchungen, so dass die betroffenen Kinder in der Regel früh entdeckt werden. Sollte Ihnen jedoch eine neue weissliche Veränderung an einem Auge oder an beiden Pupillen auffallen, dann nehmen Sie bitte umgehend Kontakt für eine augenärztliche Untersuchung auf.

Ungleich grosse Pupillen (Anisokorie)

Ungleich grosse Pupillen sind in der Bevölkerung sehr häufig. Meistens handelt es sich um einen Normalbefund. Ungleich grosse Pupillen können schon ab Geburt vorliegen. Falls sich der Grössenunterschied der Pupillen vor allem im Säuglings- oder Kleinkindalter jedoch deutlich verändert und / oder sich zusätzlich die Lidspaltenweite ändert, ist das ein HInweis auf einen seltenen kinderaugenärztlichen Notfall.

Unfälle

Kinder sind lebhaft und aktiv. Unfälle im Kindesalter können zu ernsthaften Verletzungen der Augen führen und das Sehvermögen langfristig reduzieren.

Stürze auf den Kopf und das Mittelgesicht können zum Beispiel zu knöchernen Verletzungen der Augenhöhle mit Einklemmung von äusseren Augenmuskeln und zu Doppelbildern führen.

Augapfelprellungen können zu jeder Art von Verletzungen des vorderen und hinteren Augenabschnittes führen. Blutungen sind oft als rote oder bläuliche Stellen um die Augen oder an der Bindehaut auf der Augenoberfläche zu erkennen. Auch wenn die Kinder nach einem Unfall eine Sehminderung mit dem betroffenen Auge oder Schmerzen angeben, sollte dies ebenfalls Anlass für eine umgehende augenärztliche Untersuchung sein.

Da jedoch viele junge Kinder häufig keine Beschwerden äussern und Verletzungen am Auge oftmals nicht offensichtlich sind, sollte nach einem Sturz auf das Mittelgesicht, bei Blutungen um und im Auge in Zusammenhang mit einem Unfall und bei Augapfelprellungen stets eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Bei Augenunfällen, und sogar bei Brüchen der knöchernen Augenhöhle, sind die Augen von Kindern oft nicht so gerötet, wie man es als Erwachsener vielleicht erwarten würde.

Bei Verletzungen mit stumpfen Gegenständen (zum Beispiel mit einem Ball, Stift, Spielzeug), welche durch Stauchung zu Verletzungen am Auge führen können, deckt eine orthoptische und augenärztliche Untersuchung behandlungsbedürftige neue Augenbewegungsstörungen und Verletzungen des vorderen und hinteren Augenabschnitts auf.

Wenn eine Verletzung mit einem scharfen oder spitzen Gegenstand (zum Beispiel Messer, Schere, Gabel, Nagel) vermutet wird oder nicht ausgeschlossen werden kann, sollte immer eine sofortige augenärztliche Untersuchung erfolgen.

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In Notfällen (insbesondere bei: plötzlicher Sehminderung, akuten Schmerzen oder Entzündung der Augen, neuem Schielen, Unfällen) rufen Sie uns bitte an, damit wir Ihren Kindern oder Ihnen einen dringenden Termin geben können.

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